Pflegeversicherung

Leistungen der Pflegeversicherung stehen jedem zu, wenn über einen längeren Zeitraum (1/2 Jahr) ein anerkannter Pflegebedarf vorliegt.  

Die Höhe der monatlichen Leistungen der Pflegeversicherung steigt mit dem Pflegegrad, sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich. 

Im stationären Bereich ist es Sache der Heime, die unterschiedlichen Leistungen mit der Pflegeversicherung abzurechnen. Der Eigenanteil der Bewohner bleibt in allen Pflegegrade gleich. 

Im ambulanten Bereich, also in der häuslichen Situation, ist es komplizierter. Es gibt  unterschiedliche Grundleistungen: Das Pflegegeld für die selbst organisierte Pflege innerhalb der Familie oder  die Sachleistung, wenn ein anerkannter ambulanter Pflegedienst die Pflege übernimmt. Und es gibt zusätzliche Leistungen, die aber separat beantragt werden müssen. Im Einzelfall wird man Beratung benötigen, weil die Bedingungen für die weiteren Leistungen sehr kompliziert und für Laien schwer verständlich sind. Wir möchten pflegenden Angehörigen den Überblick erleichtern und haben die Leistungen für jeden Pflegegrad einzeln aufgelistet:
Pflegegrad 1
Pflegegrad 2
Pflegegrad 3
Pflegegrad 4
Pflegegrad 5
Wohn-Pflege-Gemeinschaften (alle Pflegegrade) 

Bevor die Leistungen in Anspruch genommen werden können, sind einige Schritte notwendig:
Zuerst muss bei der zuständigen Krankenkasse ein Antrag auf Anerkennung der Pflegebedürftigkeit gestellt werden. Daraufhin beauftragt die Pflegeversicherung, die bei der Krankenkasse angesiedelt ist, einen Gutachter des medizinischen Dienstes (MDK), der zu einem angekündigten Termin nach Hause kommt. Dieser ermittelt den Hilfebedarf mit Hilfe eines festgelegten Schemas. Danach wird der Pflegegrad errechnet. 

Es ist ratsam, sich auf den Besuch des Gutachters sorgfältig vorzubereiten. Ein Infoblatt der Deutschen Alzheimer Gesellschaft beschreibt gut verständlich die Neuerungen durch das Zweite Pflegestärkungsgesetz und was dabei zu beachten ist. Auch der Selbsteinschätzungsbogen der Deutschen Alzheimer Gesellschaft dient der Vorbereitung auf den Gutachterbesuch und kann eine Orientierung dabei geben, auf welche Kriterien es ankommt.

Wenn ein Pflegegrad anerkannt wird, beginnt Leistungsanspruch rückwirkend mit dem Tag der Antragstellung. Falls Sie mit der Feststellung des Hilfebedarfes nicht einverstanden sind, können Sie Widerspruch einlegen.

Beratungsstellen zu diesem Thema finden Sie auf diesen Internetseiten unter "Beratungsstellen".

Bitte beachten Sie, dass bei (verordneten) medizinisch notwendigen Maßnahmen durch einen ambulanten Pflegedienst die sog. "Behandlungpflege" mit Ihrer Krankenkasse abgerechnet wird, d.h. diese Maßnahmen werden nicht von den Leistungen der Pflegeversicherung abgezogen.    




 
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